Nachwuchsleistungssport | 08.10.2026
Vom 1. bis 4. Oktober traf sich der deutsche Nachwuchs beim Bundesjugendlager in Heidelberg. Mit dabei waren auch die mitteldeutschen Auswahlmannschaften der Jahrgänge 2012 männlich und 2011 weiblich.
Für die jungen Talente bot das Bundesjugendlager die Möglichkeit, sich mit den besten Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspielern der anderen Landesverbände zu messen, wertvolle Wettkampferfahrungen zu sammeln und sich unter den Augen der Bundestrainer zu präsentieren.
Männliche Auswahl beendet Turnier auf Platz sieben
Die sächsische Auswahl des Jahrgangs 2012m startete mit einem starken Auftritt gegen Berlin in das Turnier. Zur Halbzeit führten die Sachsen mit 34:24, ehe in der zweiten Hälfte zunächst der Fokus und anschließend die Kräfte nachließen. Berlin drehte die Partie und setzte sich am Ende mit 16 Punkten durch.
Gegen den Westdeutschen Basketball-Verband, einen der Turnierfavoriten, geriet Sachsen früh in Rückstand. Zur Pause stand es 11:35. Die Mannschaft zeigte jedoch Moral und kämpfte bis zum Schluss weiter. Auch gegen Hessen entwickelte sich eine enge Partie. Nach drei ausgeglichenen Vierteln sorgten einfache Fehler und fehlendes Wurfglück im Schlussabschnitt für die Entscheidung zugunsten der Hessen.
Im Spiel um Platz sieben zeigte die Mannschaft schließlich noch einmal ihren Charakter. Gegen Niedersachsen sorgte eine aggressive Defense für einen Traumstart und eine 20:3-Führung. Nachdem der Gegner noch einmal auf fünf Punkte herankam, legten die Sachsen erneut zu und sicherten sich mit einem 16-Punkte-Erfolg den siebten Platz.
Trotz der Platzierung war das Bundesjugendlager aus sächsischer Sicht ein großer Erfolg: Vier Spieler wurden für das Leistungscamp in Bad Blankenburg gesichtet. Mads Mücher, Nils Pestel und Konrad Jacob (alle NINERS Chemnitz) sowie Jonathan Zeh (Dresden Titans) gehören damit zu den talentiertesten Spielern ihres Jahrgangs in Deutschland.
Weibliche Auswahl steigert sich von Spiel zu Spiel
Auch die weibliche Mitteldeutsche Auswahl des Jahrgangs 2011 sammelte in Heidelberg wichtige Erfahrungen. Nach der Anreise stand zunächst ein umfangreiches Testprogramm mit unter anderem kognitiven Tests auf dem Plan. Am Donnerstag folgten weitere Messungen, bevor die MDA gegen den Westdeutschen Basketball-Verband in das Turnier startete.
Die Mannschaft fand nur schwer in die Partie und musste sich am Ende mit 33:80 geschlagen geben. Am Nachmittag folgte eine Trainingseinheit mit den Bundestrainern. Auch am Freitag wartete mit Bayern ein starker Gegner. Die Partie verlief über weite Strecken ausgeglichen, doch das notwendige Wurfglück fehlte. Die MDA unterlag mit 33:57.
Am Samstag zeigte die Mannschaft dann eine deutliche Reaktion. Nach einem Biotraining mit den Bundestrainern, bei dem die Spielerinnen entsprechend ihrer biologischen Entwicklung in Früh- und Spätentwicklerinnen eingeteilt wurden, gelang gegen den NBBV ein überzeugender 66:39-Erfolg. Mit einer Wurfquote von 50 Prozent zeigte die Mannschaft dabei auch offensiv eine deutliche Steigerung.
Zum Abschluss ging es gegen Hessen um Platz fünf. In einer umkämpften Partie kämpfte sich die MDA bis in die Verlängerung, musste sich dort aber knapp mit 48:52 geschlagen geben. Trotz der beiden Niederlagen zum Auftakt zeigte die Mannschaft über das gesamte Wochenende eine klare Entwicklung.
Auch bei den Mädchen gab es Grund zur Freude: Jona Weber aus Leipzig und Inga Marie Ruppe aus Jena wurden von den Bundestrainern gesichtet.
Herzlichen Glückwunsch an alle Nominierten!
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