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Bundesjugendlager - DBB Sichtungsveranstaltung in Heidelberg

Freitag, 7. Oktober 2016

Sensationelles Abschneiden der MDA Mädchen beim BJL 2016


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Es hätte sich unwirklich angehört, wenn vor dem BJL die Äußerung gefallen wäre: “ Ihr gewinnt die 3 Vorrundenspiele und seid Gruppensieger“. Doch die Realität war genau so!

Angefangen hatte das Turnier mit dem Spiel gegen Hessen, welche uns 14 Tage vorher, bei ihrem eigenen Turnier in Alsfeld, noch mit 40 Punkten Differenz geschlagen haben. Ziel war deshalb so lang als möglich mitzuhalten. Nach einem Pausenrückstand von 8 Punkten konnten wir aber 7 Minuten vor dem Ende, durch Körbe von Elea und Anabel in Führung gehen. Hessen konterte auch dank zweier Dreier und sah 2 Minuten vor Schluss, beim Stand von 38 zu 32, wie der Sieger aus. Doch unsere super Verteidigung und der unbedingte Wille (vor allem durch Jil ) zu siegen, war Garant für die Verlängerung (38:38). Hier punkteten dann gleich 4 Spielerinnen (Vanessa, Elea, Jil und Linnea) und der 46 : 42 Sensationssieg war perfekt. Ein Einstand nach Maß.

Am nächsten Tag war der Gegner kein geringerer als der WBV (gefühlt lag der letzte Sieg gegen dieses Team 15 Jahre zurück). Auch gegen den WBV hatten wir in der Vorbereitung mit 30 Punkten verloren. Doch es kam anders als gedacht. Zwar führte der WBV nach 2 Minuten mit 6:2, doch ab der 5. Minute, durch Körbe von Lucie und Vivien, ging die MDA in Führung und gab diese bis zur Halbzeit nicht mehr aus der Hand (25:20). Was dann passierte war nicht erklärbar. Der WBV schien geschockt und die MDA spielte engagiert und gewitzt bis zum Ende. So erarbeitete sich das Team einen 57 : 38 Erfolg. Ab da war dem Trainergespann Jule Path, Elena Papaleonidas und Andreas Kretzschmar klar, wir ziehen in die Runde der letzten 4 Teams. Mit den Siegen im Rücken, wurde auch geflunkert, als Gruppensieger die Vorrunde zu beenden.

Doch zunächst gingen, im letzten Spiel am Sonntag, die Berlinerinnen in Führung und bauten diese bis zur 13. Spielminute bis auf 13 Punkte aus. Doch die MDA ließ sich dadurch nicht entmutigen. Bereits zur Halbzeit waren es nur noch Minus 8. Mit Zuversicht, einer lautstarken Bank und einer an diesem Tag gut aufgelegten Tina (Spielaufbau und 6 Punkte) wurde, durch das sehr gute Reboundverhalten (20 D-Rebounds), der Grundstein zum Sieg gelegt. 2 Minuten vor Schluss erzielte dann Vanessa mit einem Dreier die MDA Führung. Berlin schickte uns im Anschluss noch 4 mal an die Freiwurflinie. Von den 8 Freiwürfen fanden zu ihrem Leidwesen 7 ihr Ziel und der 55:51 Sieg war perfekt.

Zum Abschluss Tag warteten dann, die uns spielerisch deutlich überlegenen Niedersachsen. Wer nun dachte die MDA habe keine Chance wurde eines besseren belehrt. Motiviert, und Konzentriert aber nicht verkrampft, (dank auch durch den „tänzerischen Teil“ unserer Erwärmung. (Elena und Jule !) starteten wir ins Spiel. Nach 8 gespielten Minuten stand es immer noch 15 : 13, für die diszipliniert und variabel, in Offense und Defense agierenden MDA Mädchen. Dann gab es allerdings 4 Minuten nichts zählbares und Niedersachsen ging mit 32 : 24 in die Halbzeitpause. Nach Wiederanpfiff konnte die MDA dem Angriffsdruck standhalten. 5 Minuten vor Schluss erzielte die MDA den 37:40 Anschluss. Ab da wurde es noch einmal spannend. In der letzten Spielminute hatten wir dann durch Freiwürfe von Jil, Lilli und Elea sogar die Chance in Führung zu gehen . Leider verfehlten 3 Würfe ihr Ziel. In den verbleibenden 7 Spielsekunden konnte der Ball an der Mittellinie nochmals erkämpft werden aber der folgende Pass war nicht präzise genug. Damit gewann Niedersachsen verdient aber nur mit 45: 43.

Im letzten Spiel des Turniers hieß damit der Gegner nochmals Berlin, welche in ihrem Halbfinale gegen Bayern verloren hatten.

Für das Trainergespann war es nun noch einmal Wichtig die Motivation hoch zu halten und allen Spielerinnen eine Einsatzchance zu geben. So starteten wir wie gewohnt mit Tina, Jil, Anabel Vanessa und Elea. Doch bereits nach 5 Minuten lag Berlin mit 10 : 5 in Führung. Um allen Spielerinnen noch einmal Einsatzzeiten zu gewähren hatten nun die „Bankspieler“ das Spielfeld übernommen. So nutzte Vivian und Noemi, Lucie und Lilli und Linnea und Vivien die Gunst der Stunde und zeigten, dass sie alle mit Recht in die Auswahl der MDA gehörten. Da die MDA auch mit 5 jüngeren Spielerinnen vertreten war, konnten sich diese als (2002er)Team schon einmal in diesem Spiel testen. Letztlich ging der Sieg mit 41 : 28 verdient an Berlin.

Das Fazit fällt aus meiner Sicht überdurchschnittlich positiv aus. Noch nie konnte sich eine Auswahl bei den Mädchen spielerisch und mannschaftlich geschlossen, so steigern. Damit gehen auch die 4 Nominierungen zum Leistungscamp durch die Bundestrainer voll in Ordnung. Glückwunsch an: : Elea Gaba, Anabel Neuber Valdez, Jil Naja König und Tina Grundmann

Zu den großartigen Leistungen der MDA 2001 möchte ich allen Beteiligten, den Mädchen, den Heimtrainern den Eltern und Unterstützern des weiblichen Programms recht herzlich gratulieren.

Liebe Mädels, es hat mir sehr viel Freude gemacht, dass ich euch auf eurem Basketballweg ein Stück begleiten durfte! Für die Zukunft wünsche ich euch neben Gesundheit viel Glück und Erfolg!

A. Kretzschmar
Verbandstrainer

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