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MDA- Sichtung Jungen

Dienstag, 26. November 2013
Auswahlmannschaften der drei Bundesländer trafen sich um die 18 besten Spieler für die MDA zu nominieren


Vom 15. bis zum 16. November sollte die Sachsenauswahl der im Jahre 2001 geborenen Jungen die nächste Hürde auf dem Weg zum Bundesjugendlager 2015 meistern: Das Sichtungsturnier zur Mitteldeutschen Auswahl (MDA). Die Auswahlmannschaften der drei Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen trafen sich im Schulzentrum Sport in Chemnitz, um die 18 besten Spieler dieses Jahrgangs für die MDA zu nominieren.

Als alle Teilnehmer sicher in Chemnitz angekommen waren und das erste Mal alle gemeinsam in einer Halle saßen war die positive Nervosität und Anspannung der Spieler beinahe greifbar.
Am Freitag stand jedoch noch nicht Basketball auf dem Programm. Die drei Trainer Peter Krautwald (Thüringen), Nandor Kovacs (Sachsen-Anhalt) und Justin Schlünken (Sachsen) wollten sich zuerst von den athletischen Fähigkeiten der Jungen überzeugen.
Sprint, Druckpass, Standweitsprung, aber auch Klimmzüge und Aufroller waren die ersten Aufgaben für die Jungen.
Zum Abschluss folgte dann noch der Beep-Test oder Levellauf, bei dem die Jungen in immer kürzer werdenden Zeitabständen (sogenannten Levels) zwanzig Meter zurücklegen sollten. Besonders beeindruckte hier der Junge Sachse Emilio Geißler, welcher mit Level 11‘2 am längsten durchhielt und nur durch Auffordern der Trainer zum Aufhören gebracht werden konnte.
Das Auswahlteam aus Sachsen konnte erfreulicherweise die Gesamtwertung der Athletiktests für sich entscheiden und somit schon gleich in Hinblick auf die anstehende Nominierung der Mitteldeutschen Auswahl überzeugen.

Frisch gestärkt kam das sächsische Team am nächsten Morgen in die Sporthalle am Schlossteich. Übernachtet haben die auswärtigen Spieler aus Leipzig und Dresden bei den Chemnitzern.
Samstagvormittag war ein gemeinsames Training angesetzt, bei dem sich die Jungs aus den drei Ländern schon ein wenig kennenlernten. Die inhaltlichen Schwerpunkte lagen am Vormittag auf dem Fast-Break Angriff und in der eins gegen eins Verteidigung.

Nach leckeren Nudeln zum Mittag und einer kurzen Verschnaufpause folgte dann der Höhepunkt der Sichtungsmaßnahme: Die drei Bundesländer spielten gegeneinander jeweils ein Spiel. Im direkten Duell mit Thüringen und Sachsen-Anhalt hatten die jungen Sachsen nun also die Möglichkeit die drei Trainer von sich zu überzeugen.

Im ersten Spiel gegen Thüringen startete das körperlich unterlegene Team aus Sachsen gut in die Partie. Sehr zur Freude von Coach Justin Schlünken erarbeiten sich die Jungen besonders durch aggressive Verteidigung über das gesamte Feld und schnelles Umschaltspiel einfache Körbe. Mit einer recht komfortablen Führung von 10 Punkten ging es dann in die Halbzeit.
Leider konnte das Team in der zweiten Halbzeit nicht mehr an die Leistung vom Anfang anknüpfen. Die Thüringer Auswahl legte in der Verteidigung eine ganze Schippe drauf und verwertete die sich dadurch bietenden Chancen sehr gut. Einige kleine individuelle Unaufmerksamkeiten kamen dann auch noch hinzu und die Thüringer konnten das Spiel drehen. Sichtlich geknickt verließen die Sachsen dann leider als Verlierer das Spielfeld.

Auch im zweiten Spiel war der Frust über das verlorene erste Spiel noch bemerkbar. Auch die Sachsen-Anhaltiner verteidigten sehr aggressiv und waren unseren Jungen ebenfalls körperlich überlegen. Im zweiten Spiel war der Sieg somit recht schnell außer Reichweite. Das beflügelte die Jungs aber offenbar nochmals kurz vor der Halbzeit um eine kleine Aufholjagd zu starten. Jeder angereiste Spieler bekam in diesem Spiel noch genug Spielzeit um sich für die MDA zu empfehlen. Leider ging auch das zweite Spiel recht eindeutig verloren.

Im dritten und letzten Spiel setzte sich Sachsen-Anhalt dann auch noch gegen Thüringen durch.


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Sachsenauswahl nominierte Sachsen MDA gesamt


Nichtsdestotrotz können alle angereisten Spieler aus Sachsen sehr zufrieden mit ihrer Leistung sein. Trotz der verlorenen Spiele konnten acht Spieler Sachsen überzeugen und schafften es in den ersten Kader der Mitteldeutschen Auswahl, bestehend aus insgesamt achtzehn Spielern.

Folgende Spieler traten für Sachsen bei der Sichtung an: Emilio Geißler, Stefan Pflug, Matthew Weinhold, Luka Pfalz (alle BV Chemnitz), Steve Lang, Tilmann Lorenz (Dresden Titans), Brandon Barron, Jan Aurov, Jakob Rothemund und Constantin Fruth (alle USC Leipzig)

Für die MDA nominiert wurden: Emilio Geißler, Stefan Pflug, Matthew Weinhold, Tilmann Lorenz, Brandon Barron und Jan Aurov.

Zu diesen sieben Spielern wird noch Tim Schmiedel (USC Leipzig) hinzustoßen. Tim ist als 2001er aber schon Teil der Mitteldeutschen Auswahl der etwas älteren Jungen, der MDA 2000. Da er mit der älteren Auswahlmannschaft an diesem Wochenende an einem Turnier in Halle teilnahm, konnte er nicht an der Sichtung teilnehmen, galt aber schon als gesetzter Kandidat.

An dieser Stelle soll nun noch ein großes Lob an alle nominierten Spieler folgen! Aber auch alle, die es diesmal nicht geschafft haben, sollten ihren Kopf nicht hängen lassen. Jeder, der gut und fleißig trainiert, hat die Möglichkeit von den Trainern zu Lehrgängen eingeladen zu werden und zu überzeugen.

Justin Schlüncken
BVS- Auswahltrainer